„Zwischen den Gedanken“
In meinem Kopf, ein wildes Meer, die Stille fern, die Wellen schwer. Gedanken tanzen, stoßen an, bis keiner mehr erkennen kann, wo Anfang, Ende, Mitte ist — wo Traum verklärt die Wirklichkeit frisst. Gestern rinnt in morgen ein, Erinnerung vermischt mit Sein. Ein Lächeln kippt, ein Schatten spricht, und alles Licht zerbricht in mich. Ich rede Worte, höre sie kaum, sie fliegen fort wie Staub im Traum. Die Welt um mich — sie hält kurz an, spürt, dass ich kaum noch greifen kann. Ein Blick, der fragt, doch nichts versteht, weil Chaos durch die Räume weht. Und dennoch glimmt in all dem Grau ein Funke klar und still, genau in jenem Augenblick der Ruh, wenn ich mir selbst ein Stück verzeih und zu- mir flüstre: „Bleib, du bist noch hier, auch wenn das Wirre tobt in dir.“ Dann sinkt es wieder, sacht, zurück in Nacht, und ich fall mit — doch nicht ganz fort. Ein Teil von mir bleibt dort, wo leise Ordnung Wurzeln fasst, im Sturm, der mich nicht ganz verlasst. Diana I.H.
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