Ohne dich (vielleicht)
Frage mich, ob du mich siehst, oder ob du einfach nur zufällig da bist, wo ich bin. Oder ob ich mir das alles auch nur einbilde, denn ich meine: Warum ich? Ich würd’ verstehen, wenn nicht. Was habe ich schon, das dich zum Bleiben bewegt? Haben kaum einmal gesprochen, ich kenn’ dich nicht. Du bist so shy, ziehst dich leise zurück, und ich bin viel zu viel allein, um bei jemandem wie dir zu sein. Also sag mir: Warum ich? Oder bild’ ich mir das alles nur ein? Denn ich würd’ verstehen, wenn nicht. Warum schaust du her, aber redest nicht mit mir? Einsamkeit zerrt an mir, ich war schon lange nicht mehr so leer. Weiß nicht, was du willst, aber so wie’s aussieht: nicht mehr viel. Denn während ich still stehe, drehst du dich im Kreis, und jedes Mal, wenn ich bleibe, bist du schon gegangen. Vorher streifte ich umher, war nie fern, aber ewig warten kann ich nicht. Hier ist die Chance, schmeiß sie ruhig weg, weiter rennen will ich nicht. Vielleicht bin ich besser so: Einsam, allein – ohne dich.
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