An meinen Unbekannten
Manchmal sitz ich still im Zimmer, die Welt ist laut und doch so leer. Zwischen all den fremden Stimmen fehlst du mir ein kleines Meer. Ich kenne nicht dein Lachen, nicht deine Stimme, dein Gesicht, und doch bist du in meinen Tagen wie ein warmes, leises Licht. Wenn Einsamkeit mich leise findet und sich neben mich setzt, ganz sacht, denk ich daran, dass irgendwo mein Unbekannter bei mich wacht. Vielleicht gehst du gerade durch Straßen, die ich noch nie betreten hab, vielleicht suchst du mich auch so, mit demselben Herzschlag. Und bis wir uns begegnen, halt ich es fest: Dass Einsamkeit nh Brücke ist, die uns bald zusammenlässt. Mein Prinz ohne Namen, ich vermiss dich, deine Dame.
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